Hl. Faustine Kowalska „Alle, die den Saum seines Gewandes berührten, wurden geheilt“
„Alle, die den Saum seines Gewandes berührten, wurden geheilt“
Barmherzigkeit Gottes, die uns durch unser ganzes Leben begleitet, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, die uns besonders in der Stunde unseres Todes umfängt, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, die uns das ewige Leben schenkt, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, die uns in jedem Augenblick unseres Lebens zur Seite steht, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, die uns vor dem Feuer der Hölle schützt, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, in der Umkehr verhärteter Sünder, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, Verwunderung der Engel und unbegreiflich für die Heiligen, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, unergründlich in allen Geheimnissen Gottes, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, uns aufrichtend aus allem Elend, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, Quelle unseres Glücks und unserer Freude, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, uns aus dem Nichts zum Leben rufend, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, alle Werke Seiner Hände umschließend, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, alles krönend, was ist und sein wird, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, in der wir versenkt sind, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, süßer Trost gequälter Herzen, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, einzige Hoffnung verzweifelter Seelen, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, Rast der Herzen, Friede inmitten des Schreckens, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, Wonne und Entzücken heiliger Seelen, ich vertraue auf dich. Barmherzigkeit Gottes, Vertrauen weckend trotz Hoffnungslosigkeit, ich vertraue auf dich. + O Ewiger Gott, dessen Barmherzigkeit unergründlich und dessen Schatz des Erbarmens unerschöpflich ist, schau gnädig auf uns und vermehre in uns Deine Barmherzigkeit, damit wir in schweren Zeiten nicht verzweifeln und nicht mutlos werden, sondern uns mit großem Vertrauen Deinem heiligen Willen hingeben, der die Liebe und das Erbarmen selber ist.
Hl. Faustina Kowalska
„Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?"
O Gott der großen Barmherzigkeit, Du unendliche Güte! Heute ruft die ganze Menschheit aus dem Abgrund ihres Elends zu Dir, zu Deinem Erbarmen. O Gott, sie ruft mit der gewaltigen Stimme ihrer Not. Guter Gott, verschmähe nicht das Gebet der Verbannten dieser Erde. O Herr, unbegreifliche Güte, Du kennst unser Elend ganz und gar und weißt, dass wir nicht imstande sind, uns aus eigener Kraft zu Dir zu erheben. Deshalb bitten wir Dich, komme uns mit Deiner Gnade zuvor und vervielfache stets Deine Barmherzigkeit in uns, damit wir Deinen heiligen Willen treu erfüllen, im ganzen Leben und in der Stunde des Todes. Möge uns die Allmacht Deiner Barmherzigkeit vor Angriffen der Feinde unserer Erlösung beschirmen, damit wir vertrauensvoll, wie Deine Kinder, auf Dein endgültiges Kommen warten. Dieser Tag ist allein Dir bekannt, doch wir erwarten, dass wir alles erhalten werden, was uns Jesus versprochen hat – und das trotz unseres ganzen Elends; denn Jesus ist unser Vertrauen; wir schreiten durch Sein barmherziges Herz wie durch ein geöffnetes Tor in den Himmel.
Tagebuch, §1570
Faustina Kowalska: Eines Tages sah ich zwei Wege:
Der eine Breit mit Sand und Blumen
ausgestreut, voller Freuden und Musik tanzend und vergnügend sie kamen ans Ende und wurden nicht gewahr, dass der Weg hier abbrach. Unten gähnte ein fürchterlicher Abgrund, nämlich der Höllenschlund. Die Seelen fielen blindlings in den Abgrund, so wie sie gingen, vielen sie hinein. Ihre Zahl war so groß, dass man sie nicht zählen konnte.
Ich sah auch den zweiten Weg, vielmehr ein Pfad, denn er war schmal und mit Dornen und Steinen bedeckt, und die Menschen gingen ihn mit Tränen in den Augen und verschiedenen Leiden waren ihr Anteil. Einige stürzten auf die Steine, erhoben sich jedoch gleich und gingen weiter. Am Ende des Pfades lag ein herrlicher Garten, der mit allen Arten von Glück angefüllt war, und all die Seelen gingen dort hinein. Sie vergaßen sofort, im ersten Augenblick, ihre Leiden.
Matthäus 7,13 + 14
13 »Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso die Straße, die dorthin führt. Viele sind auf ihr unterwegs. «
14 »Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal. Nur wenige finden ihn.«
Worte Jesu an Dich!
Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale, die Schwächen deines Leibes. Ich weiß um deine Feigheit, deine Sünden und trotzdem sage ich dir: “Gib mir dein Herz, liebe mich, so wie du bist!”
Wenn du darauf wartest, ein Engel zu werden, um der Liebe hinzugeben, wirst du mich nie lieben. Wenn du auch feige in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden, wenn du auch oftmals in jene Sünden zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest, ich erlaube dir nicht, mich nicht zu lieben. Lieb mich so wie du bist!
In jedem Augenblick und welcher Situation du dich auch befindest, im Eifer oder in der Trockenheit, in Treu oder Untreue, liebe mich, so wie du bist!
Ich will die Liebe deines armen Herzens. Wen du wartest, bis du vollkommen bist, wirst du mich nie lieben ...
Könnte ich nicht vielleicht aus einem Sandkörnchen einen Seraph machen, strahlend von Reinheit, Edelmut und Liebe? Bin ich nicht der Allmächtige?
Und wenn es mir gefällt, jene wunderbaren Wesen im Nichts zu belassen und die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen, bin ich nicht immer der Herr meiner Liebe?
Mein Kind, lass mich dich lieben, ich will dein Herz.
Sicherlich will ich dich mit der Zeit umwandeln, doch heute, liebe mich so wie du bist!
Und ich wünsche, dass du dasselbe tust; ich will aus der Untiefe des Elends die Liebe aufsteigen sehen. - Ich liebe in dir auch deine Schwächen, ich liebe die Liebe der Armen und Armseligen. Ich will, dass aus den Elenden unaufhörlich der große Ruf aufsteigt: “Jesus ich liebe Dich!”
Ich will einzig und allein den Gesang deines Herzens, ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente. Eines nur ist mir wichtig - dich mit Liebe arbeiten zu sehen.
Es sind nicht deine Tugenden, die ich wünsche. Wenn ich die solche geben sollte, du bist so schwach, dass dieselben nur deine Eigenliebe nähren würden - doch kümmere dich nicht darum. Ich hätte dich zu großen Dingen bestimmen können; nein, du wirst der unnütze Knecht sein. Ich werde dir sogar das wenige nehmen, dass du hast, weil ich dich nur für die Liebe erschaffen habe.
Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens, wie ein Bettler, ich der König der Könige! Ich klopfe an und warte. Beeile dich, mir zu öffnen. Berufe dich nicht auf dein Elend. Wenn du deine Dürftigkeit vollkommen kenntest, würdest du vor Schmerz sterben.
Was mein Herz verwunden würde, wäre - zu sehen, dass du an mir zweifelst und es an Vertrauen zu mir fehlen ließest.
Ich will, dass du an mich denkst, in jeder Stunde des Tages und der Nacht. Ich will, dass du auch die unbedeutendsten Handlungen aus Liebe zu mir tust. Ich rechne auf dich, dass du mir Freude schenkst. Kümmere dich nicht darum, dass du keine Tugenden besitzest. Ich werde dir die meinen geben. Wenn du zu leiden haben wirst, werde ich dir die Kraft geben. Wenn du mir deine Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst - weit mehr, als du erträumen kannst. Denke jedoch daran, mich so zu lieben wie du bist!
Ich habe dir meine Mutter gegeben. Lasse alles, gar alles durch ihr so reines Herz hindurchgehen. Was auch kommen mag, warte ja nicht darauf, heilig zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, du würdest mich nie lieben und nun gehe, gehe und lieb mich!
(Aus: “Ecce Mater Tua” )
Jesus sagt:
"Deshalb gibt es die Botschaften und Offenbarungen, um die Gnaden zu vermehren und viele Seelen zu retten, die vielleicht sonst nicht gerettet würden."
Ist das nicht Nächstenliebe pur?
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Hl. Faustine Kowalska
„Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte“
Der graue Alltag hat wieder begonnen, Die feierliche Zeit der ewigen Gelübde ist vorüber, aber in der Seele verblieb die große Gnade Gottes. Ich fühle, dass ich ganz Gott angehöre, ich fühle, dass ich sein Kind bin, dass ich ganz sein eigen bin. Das erfahre ich sogar physisch und fühlbar. In jeder Hinsicht bin ich beruhigt, denn ich weiß, dass es Sache des Bräutigams ist, an mich zu denken. Mich selbst habe ich völlig vergessen. Mein Vertrauen in die große Barmherzigkeit seines Herzens ist grenzenlos. Fortwährend bin ich mit ihm vereinigt. Ich sehe es so, als könnte Jesus ohne mich nicht glücklich sein und ich nicht ohne ihn. Freilich ist mir bewusst, dass er, der ja Gott ist, in sich selbst glücklich ist und zu seinem Glück absolut keines Geschöpfes bedarf. Und doch zwingt ihn seine Güte, sich seinem Geschöpf hinzugeben – und das in so unbegreiflicher Fülle.
Tagebuch, § 244
++ Hl. Faustine Kowalska ++ „Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“ ++ Du einzigartiger Gott der Heiligsten Dreifaltigkeit, ich wünschte mir, dich mehr zu lieben als irgendein Mensch dich jemals geliebt hat, und trotz meiner Unzulänglichkeit und Engherzigkeit habe ich mein Vertrauen ganz tief unten im Abgrund Deines Erbarmens verankert – mein Gott und mein Schöpfer. Trotz meiner großen Unzulänglichkeit fürchte ich mich nicht, sondern bewahre die Hoffnung, auf ewig meinen Lobgesang singen zu können. Dass keine Seele daran zweifeln möge, selbst wenn sie die unzulänglichste von allen ist; solange sie auf Erden lebt, kann sie eine große Heilige werden, denn übergroß ist die Macht der göttlichen Gnade. Es liegt an uns, der göttlichen Gnade nicht zu widerstehen. (Kleines Tagebuch, § 283)