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Sascha2801

Offener Brief an alle "von der Kirche enttäuschten", die an Austritt denken
Ganzer Brief zum Lesen und als PDF download zum Speichern und Verschicken: https://bit.ly/3N6XKsa
Liebe Freunde, die sich immer wieder über Entscheidungen kirchlicher Autoritäten ärgern,
liebe Mitstreiter aus dem "politisch-konservativen" Lager,
wir wissen, dass viele von euch die gegenwärtigen Missstände in Kirche und Gesellschaft klar erkennen und ablehnen. Vor allem auch die zunehmenden Abirrungen und Blasphemien innerhalb der Kirche selbst.
Ihr habt einen Sinn für das Heilige, welcher bis in die höchsten Autoritäten der Kirche teils verloren gegangen ist. Dafür sind wir dankbar. Doch wir beobachten zugleich einen gefährlichen Reflex: Der Kirchenaustritt wird als Lösung gesehen.
So hat nun auch nun auch Sport- & TV-Legende, Waldemar Hartmann, nach der Stuttgarter "Weihnachtskrippe" seinen Kirchenaustritt erklärt.
Als Katholik möchte ich allen, welche diese Gedanken teilen sagen:
Ich teile euren Schmerz und eure Empörung.
Aber der Austritt ist keine Lösung.
Es ist im Prinzip auf kirchlicher Ebene der gleiche Kulturkampf, wie in der Politik. Hier verlassen wir Deutschland ja auch nicht, wegen Missbräuchen der Amtsträger. Vielmehr setzen sich viele aktiv (teils unter massiven Widrigkeiten) für einen Wandel ein.
Was wir erleben, ist ein Kulturkampf auf allen Ebenen. Dieselben Kräfte, die Familie, Nation und christliche Prägung im öffentlichen Raum relativieren, versuchen auch, das innere Gesicht der Kirche umzudeuten.
Die Kirche - Wahre Lehre trotz Krise
Ja, die Kirche ist von Modernisten, Neudeutern und "Reformern" durchsetzt. Ja, man findet Fehlentwicklungen, Verfälschungen und Anpassungen an den Zeitgeist. Aber dennoch bekennen wir:
Diese Kirche ist die von Christus gestiftete Kirche. Sie trägt die wahre Lehre, auch wenn Menschen in ihr versagen. (Natürlich ihre überlieferte Lehre und nicht die Neudeutung der "Neuerer"). Ihre Sakramente sind real, ihre Sendung ist göttlich.
Nicht „die Kirche“ als von Christus gestiftet ist das Problem, sondern jene, die ihre Lehre verfälschen oder preisgeben. Also jene, die sich von ihr entfernen. Der Verrat kommt von Menschen.
Der Angriff auf die Kirche ist nichts Neues. Schon lange gab es Bestrebungen, Einfluss zu nehmen, zu verwässern, umzudeuten. Immer wieder standen Päpste und Bekenner wie eine Bastion dagegen. Die Geschichte zeigt, dass der Versuch, die Kirche von außen zu stürzen, scheiterte. Also suchte man den Weg von innen heraus. ("Revolution in Tiara und Chorrock", siehe Anhang 1 & 2).
Vieles davon sehen wir heute verwirklicht: Anpassung, Profanisierung des Heiligen, theologische Vernebelung.
Doch gerade deshalb gilt:
Wenn der Angriff von innen geführt wird, darf die Antwort nicht der Rückzug sein. Die Kirche zu verlassen, bedeutet, das Feld jenen zu überlassen, die ändern wollen. Es bedeutet, dass die Treuen gehen und die Progressiven bleiben. Das kann keine Lösung sein. Wenn die "Guten" gehen, wird es nur noch schneller dunkel.
Und es gibt Hoffnung: Innerkirchlich stehen Gemeinschaften und Priester schon seit Jahrzehnten gegen diese Zeitgeist-Anpassungen auf. Sie wollen den Glauben unverfälscht bewahren, darunter beispielsweise die Priesterbruderschaft St. Pius X.
Die wahre Lehre lebt. Man kann katholisch sein, ohne die Neuerungen mitzumachen, die dem Glauben schaden.
Diese Gemeinschaften feiern auch die Heilige Messe im altehrwürdigen tridentinischen Ritus. Ich kann jedem nur empfehlen an diesem Messritus teilzunehmen. Viele vergießen bei ihrem ersten Besuch Tränen und fühlen sich endlich zuhause angekommen.
Liebe politisch aktiven Freunde,
wir erkennen, dass der Kulturkampf real ist. Lasst uns daraus die richtigen Konsequenzen ziehen. Gebt nicht die Kirche auf. Kämpft nicht nur für Nation, Familie und Werte, kämpft auch für den Glauben und die Kirche, woher diese Werte kommen.
Nein, es kann keine Lösung sein, dass die "Guten" die Kirche verlassen. Denn sie hat
1) die Wahrheit von Christus.
2) Ebenso wollen wir das Feld nicht den Modernisten überlassen
3) Jeder Austritt ist auch zahlenmäßig eine Stärkung des Islams, der weiter wächst
Christus hat die Kirche gestiftet. Die wahre Lehre bleibt wahr, auch wenn Menschen sie verdunkeln.
Wir bleiben. Wir kämpfen. Wir glauben.
Herzliche Grüße,
Sascha
Portal Unverändert Katholisch
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Kontakt: kontakt@unveraendertkatholisch.de
Anhang:
Interessante weiterführende Infos über den Angriff auf die Kirche:
1) Ausführliche Aufarbeitung mit sämtlichen Quellenangaben über den Krieg der Freimaurer gegen die Kirche.
Im Dienste der Kirche | Der Krieg der Freimaurer …
2) Film "Der Geist der Loge", 32 Min
Zu finden auf YouTube: youtube.com/watch?v=l8rjmttNqPw
3) Buch "Der Katechismus zur kirchl. Krise" von Pater Matthias Gaudron, Sarto Verlag
4) Niederlassungen der Priesterbruderschaft St. Pius X in Deutschland:
Priorate und Messzentren

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Franz Xaver teilt das
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Franz Xaver

Im Übrigen halte ich es mit dem "Wanderer", der folgendes geschrieben hat:
"Wir schulden jedem Mann in hoher Würde, für ihn zu beten, ihm die Möglichkeit zu geben, sein Amt auszuüben, ihm zu erlauben, sich irren zu lassen (wie jeder gefallene Mensch) und auf vorzeitige Verurteilung zu verzichten. Es geht nicht um Naivität oder Illusionen; es ist eine Frage von Gerechtigkeit und Nächstenliebe, von dem, was wir unseren Eltern auf allen Ebenen schulden: in der Familie, in der Pfarrei, in der Diözese und in der universellen Kirche.
Nicht falsch verstehen: Ich sage nicht, dass wir das Böse nicht verurteilen sollten, wenn es nötig ist. Aber sollten wir es unaufhörlich tun, zu jeder Zeit? Könnten wir nicht etwas Selbstbeherrschung üben und statt der nächsten Kritik einen Rosenkranz beten? Sogar in Betracht ziehen... Den Papst über lange Zeit zu ignorieren, um nicht in eine subtile Form der Papeterie zu verfallen, die ihn zum gesamten Katholizismus macht?
Manche werden zweifellos beim Lesen versucht sein zu sagen: "Aha! Warum hast du also nicht deinen eigenen Rat mit Francis befolgt? Du hast ihn immer kritisiert!" Nun, tatsächlich habe ich in den ersten Jahren alles getan, um es NICHT zu tun, und ich habe sogar die guten und orthodoxen Dinge hervorgehoben, die ich gesagt und getan habe (wie man in den ersten Kapiteln von The Road from Hyperpapie to Catholicism, Bd. 2, lesen kann). Erst als Irrtümer und Bosheit begannen, zum Himmel um Gerechtigkeit zu rufen, wurde ich gezwungen zu sprechen; Es war eine Zeit der Konfrontation und Anklage. Bei Leo XIV. sind wir nicht einmal annähernd an diesem Punkt. Warum also nicht mit Wohlwollen und Großzügigkeit beginnen, statt mit Antagonismus?
Und schließlich eine Erinnerung an alle:

Nicht für jemanden zu beten, weil es als hoffnungslos gilt, ist eine Form der Sünde der Verzweiflung.
Gebet ist real, und die Gnade, um die es bittet, ist ebenfalls real: Ein schlechter Papst kann noch schlimmer werden, wenn wir aufhören, für ihn zu beten, und ein guter Papst kann durch unsere Gebete besser werden. Deshalb werde ich nicht aufhören, den Herrn zu bitten, seine Gnade auf diesen Mann zu verschütten, der die Last der Welt auf seinen Schultern trägt"
Quelle: diciembre 2025 – Wanderer

Sascha2801

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