Wenn die Direktorin des Katholischen Bibelwerks dringend THEOLOGISCHEN NACHHILFE-UNTERRICHT braucht - und nicht nur sie:
Wer Erstes Testament sagt, stellt das Zweite Testament in eine offene Reihe, die durch ein drittes Testament (Koran?) fortgeführt werden könnte.
Die Bezeichnung konterkariert die gegenseitige Verwiesenheit von Altem Testament (Verheißung) und Neuem Testament (Erfüllung).
Sie bilden gemeinsam eine abgeschlossene Einheit, weshalb schon die frühen Kirchenväter von den alten und neuen Schriften sprechen.
Seit Hieronymus ist die Rede vom AT & NT fest etabliert.
Die unchristliche Rede vom Ersten und Zweiten Testament geht hingegen auf judaisierende Theologen wie Erich Zenger zurück und ist abzulehnen!
Man muss nicht alles unkritisch übernehmen, was angeblich weniger wertend klingt, bei genauerem Hinsehen Ausdruck eines unchristlichen Geistes ist!
(Hat Papst Benedikt XVI. die Bezeichnung Erstes und Zweites Testament gebraucht?
Nein. In seinen Schriften, Büchern (etwa der Jesus-Trilogie) und lehramtlichen Texten wie der Nachsynodalen Exhortation Verbum Domini (2010) spricht er durchgehend vom Alten Testament und Neuen Testament.
Er betont deren innere Einheit, die christologische Lesart und die bleibende Geltung des Alten Bundes, ohne die traditionellen Termini aufzugeben.
Die Päpstliche Bibelkommission, der Ratzinger als Kardinal vorstand, lehnte 2001 die Bezeichnung „Erstes Testament“ ausdrücklich ab:
„Altes Testament“ sei ein biblischer und überlieferter Ausdruck ohne negativen Unterton. Benedikt blieb bei dieser Linie.)