MÜNCHEN/ST.GALLEN. Juristen haben den Umgang des Kantons St.Gallen mit der Pro-Life-Organisation 1000plus Schweiz kritisiert. Der Jurist und Experte für öffentliches Recht, Artur Terekhov, bezeichnet es gegenüber dem Onlinemagazin Corrigenda als „unhaltbar“, dass das Finanzdepartement St. Gallen behaupte, eine Hilfsorganisation für Schwangere in Not müsse „ergebnisoffen“ beraten. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei der Entscheidung des Finanzdepartements St. Gallen um eine Ermessensüberschreitung und eine falsche Rechtsanwendung handelt. Zu diesem Schluss kommt auch Rechtsanwalt Daniel Albietz, der unter anderem im öffentlichen und im Verwaltungsrecht tätig ist. Er sagt auf Anfrage von „Der Entscheid klingt nach einer geänderten Verwaltungspraxis. Solche Praxis hängt oft davon ab, welche Werthaltung die mit dem Entscheid befasste Person vertritt, und scheint mir vorliegend nicht richtig zu sein: Es gibt sowohl im Kanton St. Gallen wie auch in anderen Kantonen …