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FEST MARIÄ GEBURT Predigt v. Kaplan A. Betschart

Die Marienstatue steht im Garten der Schwestern vom Kostbaren Blut in FL-Schellenberg, in einer wunderschönen landschaftlichen Umgebung

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Katholiken der Film. Katholiken der Film deutsch

Zum Thema des Gehorsams schreibt Papst Leo XIII. in seiner Enzyklika DIUTURNUM ILLUD:
“Nur einen Grund haben die Menschen nicht zu gehorchen, wenn nämlich etwas von ihnen gefordert werden sollte, was dem natürlichen oder göttlichen Gesetz offenbar widerspricht; denn nichts von alldem, wodurch das Naturgesetz oder der Wille Gottes verletzt wird, ist zu befehlen oder zu tun erlaubt. Sollte daher einer in die Lage kommen, dass er sich gezwungen sieht, eines von beiden zu wählen, nämlich entweder Gottes oder des Herrschers Gebote zu verletzen, dann hat er Christus zu gehorchen, welcher gebietet, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, Gott aber, was Gottes ist (Mt 22,21), und nach dem Beispiel der Apostel mutig zu antworten: 'Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg 5,29).' Auch besteht kein Grund, jene, die so handeln, der Verweigerung des Gehorsams zu zeihen; wenn nämlich der Wille der Machthaber Gottes Willen und Gesetzen widerspricht, dann überschreiten sie ihre Machtbefugnis und zerstören die Gerechtigkeit; dann wird ihre Autorität hinfällig, denn wo die Gerechtigkeit fehlt, da ist auch keine Autorität.”
Es kann Situationen gegeben, wo es Pflicht der Nächstenliebe ist, Obere zurechtzuweisen. Wann und wie dies zu geschehen hat, lehrt uns der hl. Thomas von Aquin. Er schreibt:
“Brüderliche Zurechtweisung, die ein Akt der Liebe ist, steht jedem zu hinsichtlich jeder Person, die er zu lieben hat, wenn in ihr etwas Fehlerhaftes gefunden wird... Weil aber einem Tugendakt das Mass der nötigen Umstände eignen muss, soll die Zurechtweisung von Prälaten in schicklicher Weise erfolgen: nicht mit Unverschämtheit und Härte, sondern mit Sanftmut und Ehrfurcht... Ins Angesicht widerstehen vor allen, überschreitet die rechte Weise brüderlicher Zurechtweisung... aber im Verborgenen und ehrerbietig mahnen kann auch der nicht Gleichgestellte. Wo jedoch dem Glauben Gefahr drohte, müssten Prälaten auch öffentlich von Untergebenen angeschuldigt werden...” (II-II, 33, 4).

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ICH GLAUBE Predigtreihe über den Glauben GOTT, DER ALLMÄCHTIGE VATER Teil II,: “Die Väter und Hüter …

Die Theologie kennt eine eigentliche und eine uneigentliche Vaterschaft Gottes. Hier ist Letztere gemeint, die sich auf alle bezieht. Im apostolischen Glaubensbekenntnis beten ja wir dankbaren Herzens zu Gott, dem allmächtigen Vater, welcher der Schöpfer Himmels und der Erde ist, Schöpfer als Vater. Da sind alle mit gemeint. Im AT wird Gott schon als Vater bezeichnet und verehrt, obwohl es noch keine Getauften gab.