Kraschl Dominikus

Gibt es ein Geschlecht und wenn ja, wie viele? P. Dominikus Kraschl OFM über eine überfällige Studie

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Gibt es ein Geschlecht und wenn ja, wie viele?

Gibt es ein Geschlecht und wenn ja, wie viele?
Unlängst erschien ein Buch zur Gender-Thematik, die sich vom übrigen Verlagsprogramm Herders abhebt: Abigail Favale: „
Die geleugnete Natur. Warum die Gender-Theorie in die Irre führt“ (Herder 2024). Der englische Originaltitel nimmt sich weniger streitbar aus: „The Genesis of Gender. A Christian Theory“ (Ignatius Press 2022).
Wer ist die Autorin?
Abigail Favale ist Professorin für Practice, Theology und Literature an der renommierten katholischen Universität Notre Dame (Indiana/USA). Mit „The Genesis of Gender“ legt sie eine couragierte Analyse und Kritik des Gender-Diskurses aus der Perspektive christlicher Anthropologie vor. Favale weiß, wovon sie spricht: Gender-Studies gehören zum Bereich ihrer fachlichen Spezialisation und langjährigen Lehrtätigkeit.
„The Genesis of Gender“ ist dabei mehr als ein trockenes Sachbuch. Die vorangestellte Schilderung ihrer Reise vom postmodernen Feminismus zur katholischen Theologie verleiht dem Buch …

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Gibt es überhaupt ein Geschlecht?

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Werte

Eine andere Abigail mit guten Büchern:
Abigail Shrier hat zwei der wichtigsten Bücher unserer Generation geschrieben: „Irreversible Damage: The Transgender Craze Seducing Our Daughters” (Unumkehrbarer Schaden: Der Transgender-Wahn, der unsere Töchter verführt) und „Bad Therapy: Why the Kids Aren’t Growing Up” (Schlechte Therapie: Warum die Kinder nicht erwachsen werden).

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„Die Geschlechterdifferenz ist kein Missgeschick, sondern ein Grund zum Feiern und Staunen. Dieser Unterschied ist gut, unser Leib ist gut, und all dies ist ein integraler Bestandteil der Schöpfungsordnung, die gut ist. Das Hervortreten von Mann und Frau […] ist keine Fußnote in der Ursprungsgeschichte: Es ist ihr ekstatischer Höhepunkt“ (S. 46).

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Bethlehem 2014

Da mußte ich doch wirklich schmunzeln:
"Gibt es ein (sic!) Geschlecht und wenn ja, wie viele?"
Da täte mein alter Mathelehrer sagen:
"Da ist die Antwort doch schon in der Frage gegeben!"

Kraschl Dominikus

Inwiefern? Ein kann hier verstanden werden im Sinn von "überhaupt ein". Und: "Ein" ist hier unbestimmter Artikel.

Bethlehem 2014

... drum mußte ich doch so schmunzeln!

Kraschl Dominikus

Ja, natürlich sollte die Überschrift irgendein irritierendes oder aufmerksameitserheischendes Momentum enthalten.

Bethlehem 2014

"aufmerksamkeitserheischend"- eine WUNDERBARE Wortkreation: DANKE!

Katrin Kaufmann shares this

Ecclesia in Germania quo vadis?
Der Handlungstext „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt“ (2023) des Synodalen Wegs der Kirche in Deutschland lehnt das binäre Geschlechtsmodell im offenen Widerspruch zum kirchlichen Lehramt, aber auch zu maßgeblichen Stimmen in der Biologie und Geschlechterforschung als unzureichend ab. Stattdessen fordern die Synodalen, die Kirche solle geschlechtliche Vielfalt als Teil der Schöpfung anerkennen.

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Genesis 1,27: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis. Als Mann und Frau schuf er sie."

Katrin Kaufmann

Frauen sollen Frauen sein und Männer Männer.

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Sommerlektüre!

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Kraschl Dominikus

Für jede Jahreszeit! ;-)

Gast6 shares this

"Favale konstatiert eine tiefe Ironie: Die Gender-Bewegung ist ein Enkelkind des Feminismus, verwischt schließlich aber, wofür dieser stand: soziale Gerechtigkeit für Frauen. Und: Der Feminismus war angetreten, um Geschlechtsstereotype zu überwinden. Nun aber wird das soziale Geschlecht (gender) vom biologischen Geschlecht (sex) und damit vom Körper abgekoppelt und „durch genau die kulturellen Stereotype definiert, die der Feminismus aufzugeben angetreten war“ (S. 170)."

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Lisi Sterndorfer

Abigail Favales Buch: Sie verteidigt ein biologisch-binäres Geschlechtsverständnis (Fortpflanzung/Gameten), kritisiert Gender-Selbstidentifikation als zirkulär und versteht Intersex als seltene Variation innerhalb zweier Geschlechter.

Kraschl Dominikus

Vermuten lässt sich viel...

Guntherus de Thuringia

Foto: Aktueller Screenshot von der Website des Erzbistums Köln

Vermutlich mindestens (m/w/d), denn so steht es in allen katholischen Stellenanzeigen.

Ja nee, ja dann. Wirklich?

Hm.